Einsatz für einen barrierefreien Zugang für Blinde und Sehbehinderte zu elektrischen und elektronischen Geräten in Beruf, Haushalt und Freizeit

Die Einflussnahme auf die blinden- und sehbehindertengerechte Gestaltung von elektrischen und elektronischen Geräten für Beruf, Haushalt und Freizeit ist eine der Aufgaben des Förderzentrums.

Dieser Einsatz ist um so dringender geboten, als die Entwicklung moderner elektrischer und elektronischer Geräte immer mehr dahin geht, ihre Bedienung ausschließlich auf einer Visualisierung aufzubauen. Ohne eine ständige optische Kontrolle ist eine Handhabung solcher Produkte nicht mehr möglich. Das führt dazu, dass ein Teil unserer Bevölkerung - nämlich Menschen, die blind oder in irgendeiner Weise sehbehindert sind - von vornherein als Nutzer derartiger Erzeugnisse ausgeschlossen oder doch zumindest stark behindert werden. Diese Bevölkerungsgruppe kommt somit auch als Kunden kaum noch in Frage.

Unser Anliegen ist es, die Anbieter genannter Produkte - nicht zuletzt in ihrem wohlverstandenen eigenen Interesse - auf diese Problematik aufmerksam zu machen. Darüber hinaus wollen wir Vorschläge machen und Hinweise geben, wie mit möglichst geringem Aufwand der barrierefreie Zugang Blinder und Sehbehinderter zu elektrischen und elektronischen Produkten weiter gesichert bzw. zurückgewonnen werden kann. Das muss nicht zwangsläufig zu erhöhtem Aufwand des Herstellers führen. So kann eine ergonomisch durchdachte Ausstattung mit Bedienelementen oder der Einsatz von Quittungstönen auf einfache Weise bereits manches Problem lösen.

Um auf diesem Gebiet Fortschritte zu erreichen, ist es für uns unverzichtbar, einen engen Kontakt zu Entwicklern und Herstellern elektrischer und elektronischer Geräte zu knüpfen und zu pflegen. Die günstigsten Lösungen sind immer die, welche von vornherein für die Produkte entwickelt werden und nicht später aufwendig nachgerüstet werden müssen.

Dabei können Problemlösungen auch darin bestehen, dass in dem Produkt lediglich die Option für eine blinden- und sehbehindertengerechte Nachrüstung vorgesehen wird, um nicht alle Kunden mit preistreibenden Zusatzeinrichtungen zu belasten (z.B. Sprachausgabe).

In vielen Fällen wird es aber genügen, bei der Produktentwicklung von Anfang an die Belange blinder und sehbehinderter Kunden zu kennen und zu berücksichtigen.

Dazu will unser Förderzentrum für Blinde und Sehbehinderte beitragen. Zufriedene Kunden sind die beste Werbung für einen Anbieter.